Frauenbauch mit Händen

Das Ungeborene

Erste Anzeichen einer Schwangerschaft

Frauen erleben die ersten Wochen einer Schwangerschaft individuell sehr unterschiedlich. Doch welche Anzeichen können eigentlich auf eine Schwangerschaft hinweisen?

Die einen Frauen spüren bereits zu einem ganz frühen Zeitpunkt, dass sie schwanger sind, auch wenn noch keine spürbaren Veränderungen auftreten. Einige Frauen sind sich ihrer Schwangerschaft sogar schon einen Tag nach der Empfängnis sicher. Sie fühlen, dass irgendetwas anders als sonst ist und wissen, dass etwas Wunderschönes ansteht. Diese Empfindung hat sehr viel damit zu tun, wie gut eine Frau in sich „hineinhören" kann und wie sensibel sie auf hormonelle Veränderungen reagiert. Nicht jede Frau kann sich auf eine so feinfühlige Intuition verlassen. Einige Frauen erkennen ihre Schwangerschaft erst, wenn schon sichtbare Anzeichen oder fühlbare Veränderungen auftreten.

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Die ersten körperlichen Veränderungen

Eines der ersten Anzeichen einer Schwangerschaft ist das Ausbleiben der monatlichen Regelblutung. Wenn der ungeschützte Geschlechtsverkehr in der Mitte des Zyklus stattfindet, ist bei ausbleibender Regel die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft hoch. Manche Frauen verspüren bereits zu diesem Zeitpunkt ein Spannungsgefühl in den Brüsten. Die Brüste schwellen an und die Brustwarzen sind praller und härter als gewöhnlich. Diese Veränderungen dienen der Vorbereitung der Milchproduktion.

Es ist auch möglich, dass es trotz Schwangerschaft zu leichten Blutungen kommt. Es handelt sich hierbei nicht um echte Regelblutungen, sondern Schmierblutungen. Ein weiteres erstes Anzeichen kann hormonbedingter, häufiger Harndrang sein. Auch Launenhaftigkeit, Empfindlichkeit mit Weinanfällen, die keinen Anlass brauchen, können ein Anzeichen sein. Einige Frauen werden zudem von Verstopfungen, leichtem Durchfall und Heißhungerattacken geplagt. Nahrungsmittel, die sonst selten auf dem Speiseplan landen, werden plötzlich zur Lieblingsspeise, während wieder andere Speisen oder auch Gerüche Ekel auslösen. Viele Frauen berichten zudem von einer erhöhten Scheidensekretion. Solange der Scheidenausfluss farblos bis weiß und geruchlos ist und zudem keine Schmerzen auftreten, besteht kein Grund zur Beunruhigung. Ist der Ausfluss hingegen flüssig oder blutig und riecht unangenehm, sollte der Frauenarzt konsultiert werden.

Übelkeit, Müdigkeit und Schwindel

Die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft werden häufig bereits vor dem Ausbleiben der Regelblutungen bemerkt. Viele Frauen verspüren schon sehr früh Übelkeit, die ihnen vor allem in den Morgenstunden zu schaffen macht. Schuld an diesem belastenden Schwangerschaftszeichen, das besonders zwischen der 6. bis 12. Woche auftritt, ist ein hoher Spiegel des Schwangerschaftshormons HCG (Human Choriongonadotropin). Nach dem dritten Monat sinkt der Spiegel wieder und die Übelkeit lässt nach. Vielen Schwangeren retten sich mit Ingwer-Tee oder der Aufteilung der Mahlzeiten in kleinere Portionen über die üblen Monate. Bei schwerer Übelkeit stehen Medikamente zur Verfügung, die dem Ungeborenen nicht schaden können.

Einige Schwangere verschlafen die Übelkeit regelrecht. Verantwortlich dafür ist das Schwangerschaftshormon Progesteron, das eine mitunter einschläfernde Wirkung besitzt. Auf diese Weise stellt der Körper gewissermaßen sicher, dass sich die Frau während ihrer Schwangerschaft schont und sich auf die veränderten Gewohnheiten einstellen kann. Alle Reserven werden nun für das Wachstum des Embryos benötigt. Nicht selten zeigt sich das auch an Kreislaufproblemen, die durch ein plötzliches Absinken des Blutdrucks verursacht werden. Mehr Bewegung an frischer Luft oder gemäßigter Sport kurbeln den Kreislauf an und lindern die Beschwerden.

Sicherheit kann nur der Frauenarzt bringen

Nicht bei jeder Frau treten alle Anzeichen auf und nicht in jedem Fall sind sie ein sicheres Anzeichen einer Schwangerschaft. Sogar das Ausbleiben der Regelblutung muss kein verlässlicher Hinweis sein, da auch andere Faktoren wie Stress und Krankheit eine Zyklusstörung verursachen können. Um einen Schwangerschaftsverdacht zu bestätigen, sollte ein Schwangerschaftstest gemacht und vor allem der Frauenarzt aufgesucht werden. Dieser kann über einen Nachweis von HCG, der Fruchtanlage und der kindlichen Heraktion eine bestehende Schwangerschaft erkennen.


Quelle: Nach Informationen des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V.
Autor: Sibylle Fünfstück
Stand: Dec 23, 2008


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