
Lebensgefahr in der Schwangerschaft
Krampfanfall und Koma bei Schwangeren können tödlich enden
Notfälle während der Schwangerschaft sind für alle Beteiligten besonders tragisch, denn nicht nur das Leben der werdenden Mütter sondern auch das der ungeborenen Kinder ist in Gefahr. Krampfanfälle und Koma bei Schwangeren gehören dabei zu den gefährlichsten Umständen, die in vielen Fällen sogar zum Tode führen können.
Bewusstseinsstörungen und Krampfanfälle bei werdenden Müttern treten zwar selten auf, dennoch stellen sie die häufigsten lebensbedrohlichen Komplikationen für Schwangere und Ungeborene dar. Eine kompetente Erstversorgung und rasche Diagnose ist daher von entscheidender Bedeutung. Grundsätzlich unterscheidet man Erkrankungen, die ursächlich mit der Schwangerschaft verbunden sind, wie die Eklampsie, und neurologische oder Stoffwechselerkrankungen, die unabhängig von der Schwangerschaft sind, aber währenddessen vermehrt auftreten können, z.B. epileptische Anfälle.
Eine vorbestehende Epilepsie ist die häufigste Ursache für Krampfanfälle in der Schwangerschaft. Ungefähr jede fünfte schwangere Patientin mit Epilepsie erleidet einen Anfall. Dabei kann eine optimale Therapie die Anfallswahrscheinlichkeit erheblich senken. Eine medikamentöse Behandlung auch während der Schwangerschaft und Geburt ist laut den Experten unbedingt erforderlich, denn ein akuter Anfall birgt für Mutter und Ungeborenes größere Risiken als die bekannten Medikamentennebenwirkungen.
Eine Eklampsie, die sich ebenfalls in Krampfanfällen äußert, ist definitionsgemäß nicht auf eine andere Ursache zurückzuführen. Sie stellt die schwerste Komplikation dar und tritt gewöhnlich unvorhergesehen auf. Sie kann im schlimmsten Fall zu Hirnblutungen führen. Bereits der erste Krampfanfall kann tödlich verlaufen. Als frühe Anzeichen gelten Kopfschmerzen, Sehstörungen und Augenflimmern, aber auch plötzliche Schläfrigkeit und Gähnen.
Gerade weil diese Vorfälle selten und gefährlich sind, sollten Schwangere aufmerksam werden, wenn sie die ersten Symptome bemerken und diese mit ihrem Arzt abklären. Der Faktor Zeit ist entscheidend für die weitere Behandlung und erhöht die Überlebenschance von Mutter und Kind wesentlich.










