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Gefahr Schwangerschaftsdiabetes

Übergewicht schon vor der Schwangerschaft abbauen

Gynäkologen raten Frauen mit Gewichtsproblemen, überflüssige Pfunde vor der Schwangerschaft purzeln lassen, um der Schwangerschaftsdiabetes vorzubeugen.

Frauen mit Übergewicht sollten überflüssigen Fettdepots noch vor der Schwangerschaft den Kampf ansagen. Dadurch lässt sich das Risiko, am sogenannten Gestationsdiabetes zu erkranken, erheblich reduzieren. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF), rät untergewichtigen und insbesonders übergewichtigen Frauen mit Kinderwunsch zur frühzeitigen Gewichtsnormalisierung. Zudem sollten werdende Mütter auch während der Schwangerschaft eine übermäßige Gewichtszunahme vermeiden, um das Risiko einer Schwangerschaftsdiabetes zu verringern.

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Als Gestations- oder Schwangerschaftsdiabetes bezeichnen Mediziner eine Störung des Kohlenhydrat-Stoffwechsels während der Schwangerschaft. Eine wesentliche Ursache für diesen Typ der Diabetes ist der hormonell bedingte Anstieg des Blutzuckerspiegels in der Schwangerschaft. Doch auch eine falsche oder zu energiereiche Ernährung kann den Kohlenhydrat-Stoffwechsel negativ beeinflussen. "Da die Schwangerschaftshormone nicht beeinflussbar sind, müssen Vorsichts- und Gegenmaßnahmen vor allem über die Ernährung erfolgen. In 85% aller Fälle genügt zur Therapie die Umstellung auf eine vollwertige, bedarfsgerechte Ernährung", erläutert Christian Albring.

Als Folge der Schwangerschaftsdiabetes steigt das Risiko für Frühgeburten, Bluthochdruck und Infektionen. Doch auch für das Kind ergeben sich Gesundheitsrisiken. Ein Zuviel des Hormons Insulin begünstigt die übermäßige Gewichtszunahme des Nachwuchses. Dicke Neugeborene wiederum wachsen häufig zu übergewichtigen Kindern und Erwachsenen heran und neigen später eher zu Diabetes und den damit verbundenen Gefahren für das Herz-Kreislauf-System.

Schwangerschaftsdiabetes tritt bei knapp 5 Prozent aller Schwangerschaften auf. In vielen Fällen verschwindet die Erkrankung nach der Geburt wieder. 50 Prozent aller Frauen entwickeln jedoch innerhalb von 5 Jahren einen Typ-2-Diabetes. Weitere 10 Prozent der Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes leiden dagegen an einem Typ-1-Diabetes, der sich nach der Schwangerschaft häufig nicht verliert.


Quelle: Nach Informationen des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V.
Autor: Sibylle Fünfstück
Stand: Aug 3, 2009


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