
Ernährung
Die richtige Ernährung während der Stillzeit
Ernähren Sie sich ausgewogen und vitaminreich und bedenken Sie, dass auch Schadstoffe, z.B. aus Zigarettenrauch, in die Muttermilch übergehen.
Die neuen Empfehlungen für eine gesunde Ernährung sind auch für die Stillzeit geeignet. Das heißt, die Ernährung sollte ausgewogen sein, viel Obst und Gemüse, wenig Fette und ausreichend Kohlenhydrate, z.B. Getreide- produkte, enthalten, Fleisch- und Milch- produkte allerdings nur in Maßen. Eine sinnvolle Nahrungsergänzung, ausreichend Flüssigkeit und das Vermeiden von Genussmitteln wie Alkohol und Zigaretten sind empfehlenswert. Falls das Kind Blähungen hat, sollten Sie die verantwortlichen Lebensmittel meiden.
Nahrungsergänzung: Besonders Jod und Vitamine sind wichtig
Nach der Entbindung brauchen die meisten Mütter zusätzlich Eisen. Stillende Mütter sollten täglich 100 Mikrogramm Jod einnehmen, damit das Kind über die Muttermilch genügend Jod erhält. Bei streng vegetarischen Müttern empfiehlt sich zusätzlich die Ergänzung von Vitamin B12, wenn sie ihr Kind stillen.
Überhaupt ist eine Nahrungsergänzung mit Vitaminen insgesamt empfehlenswert für stillende Mütter. Wenn Sie im Haushalt ein Kochsalz benutzen, das Jod, Fluorid und Folsäure enthält, tun Sie etwas Gutes für die Gesundheit der ganzen Familie.
Trinken, je nach Durst
Stillende Mütter sollten nach Durst trinken. Es empfiehlt sich, zu jeder Stillmahlzeit ein Glas mit natrium- und kohlensäurearmem Mineralwasser, Kräutertee, Früchtetee, Buttermilch oder Fruchtsaft bereitzustellen. Koffein und Alkohol gehen in die Muttermilch über. Sie sollten deshalb koffeinhaltige Getränke in Maßen genießen und mit Alkohol zurückhaltend sein. Salbei- und Pfefferminztee hemmen die Milchbildung.
Wenn das Kind unter Blähungen leidet
Manche Säuglinge bekommen Blähungen, wenn Sie Kohlgemüse oder Vollkornbrot essen. Sie sollten diese Nahrungsmittel jedoch nicht von vornherein weglassen, Sie werden merken, was Ihr Kind nicht verträgt. Eine besondere Stilldiät ist nicht nötig, sie kann sogar Schaden anrichten, wenn sie nicht ärztlich verordnet und überwacht wird. Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Kind auf Lebensmittel, die Sie gegessen haben, allergisch reagiert, gehen Sie bitte zu Ihrem Kinderarzt und lassen dies abklären. Zur Vermeidung eines Säuglingsekzems wird stillenden Müttern neuerdings empfohlen, täglich probiotischen Joghurt zu essen.
Rauchen Sie besser nicht!
Am besten für Sie und Ihr Kind ist es, wenn Sie während der Stillzeit nicht rauchen. Wenn Sie in der Schwangerschaft geraucht haben, leiden Kinder nach der Geburt oft unter Nikotinentzug. Sie sind unruhig, schreien und wollen oft nicht an die Brust. Das erschwert ein glückliches Kennenlernen und ein erfolgreiches Stillen, aber schließt es keinesfalls aus.
Wenn Sie in der Schwangerschaft das Rauchen aufgegeben haben, fangen Sie es bitte nicht wieder an! Säuglinge rauchender Mütter (aber auch Väter) leiden häufig an Erkältungen, Schnupfen, Bronchitis, Mittelohrentzündung, Asthma und anderen Allergien. Plötzlicher Kindstod kommt häufiger vor. Das Risiko für Krebserkrankungen ist nicht nur bei den Eltern, sondern auch bei dem Kind erhöht. Ihr Arzt hilft Ihnen gern dabei, dass Ihr Kind einen gesunden Start ins Leben hat und Sie für sich und Ihre Familie etwas Gutes tun können.
Wenn Sie es nicht schaffen aufzuhören oder bewusst weiter rauchen möchten, rauchen Sie nicht in Gegenwart des Kindes. Gönnen Sie Ihrem Kind ein rauchfreies Zimmer! Auch bei rauchenden Müttern wird Stillen empfohlen, weil die Vorteile des Stillens die Nachteile des Rauchens zum Teil ausgleichen können. Wenn Sie stillen möchten, dann sollte die letzte Zigarette ein bis zwei Stunden vor dem Anlegen geraucht sein, denn in dieser Zeit sinken die Nikotinmengen in der Muttermilch deutlich ab.










