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Frust vermeiden

Glückliche Ehen senken den Blutdruck

Menschen, die in glücklichen Ehen leben, haben im Schnitt einen deutlich niedrigeren Blutdruck als zufriedene Singles oder Ehepaare, die in ständigem Zwist leben.

Menschen mit hohem Blutdruck sollten sich vielleicht einmal überlegen, wie glücklich sie mit ihrer Partnerschaft sind. US-Forscher fanden unlängst heraus, dass sich eine unglückliche Ehe negativ auf den Blutdruck auswirken kann. Dauerhaft hohe Blutdruckwerte können das Risiko eines Schlaganfalls oder Herzinfarktes in die Höhe treiben. Glücklich Verheiratete müssen sich davor nicht fürchten, denn sie haben einen niedrigeren Blutdruck als Singles. Das belegt jetzt ein Team von US-amerikanischen Forschern an der Brigham-Young-University in Provo, Utah. Die Forscher um die Medizinerin Juilanne Holt-Lunstad berichten in der Fachzeitschrift "Annals of Behavioral Medicine" von ihrer Studie.

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Hohe Blutdruckwerte belasten das Herz und den Kreislauf enorm und können zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt beitragen. Auch mit einem erhöhten Nierenkrebsrisiko soll ein erhöhter Blutdruck in Verbindung stehen. Ein niedriger Blutdruck hingegen ist trotz Nebenwirkungen wie kalten Füßen, Müdigkeit, Schwindel und Konzentrationsstörungen gesundheitlich unbedenklich.

Holt-Lunstad berichtet, dass hohe Blutdruckwerte generell gefährlich sind. Insbesondere in der Nacht könnten sie jedoch lebensbedrohlich werden. Um den Blutdruck der Probanden fortlaufend beobachten zu können, wurden von den Medizinern mobilen Messgeräten verteilt, die tagsüber und nachts getragen werden mussten. 300 Menschen, davon 204 Verheiratete und 99 Singles, stellten sich der Untersuchung und einer Befragung zum persönlichen Glück.

Das Ergebnis: Dem Herz und Kreislauf ist es scheinbar egal, von wie vielen guten Freunden und Bekannten der Mensch umgeben ist. Lediglich der Lebenspartner schlägt sich auf die Gesundheit von Herz und Kreislauf nieder. Menschen in einer guten Ehe haben einen niedrigen bis mäßig hohen Blutdruck, während eine instabile Ehe die Werte in die Höhe schnellen lässt.


Quelle: Nach Informationen des Fachblatts "Annals of Behavioral Medicine"
Autor: Sibylle Fünfstück
Stand: Feb 10, 2009


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