
Medikamente und Schwangerschaft
Bei welchen Medikamenten ist besondere Vorsicht geboten?
Bestimmte Medikamente können dem Ungeborenen schaden. Daher sollten Sie vor Beginn einer medikamentösen Therapie immer Ihren Frauenarzt konsultieren.
Entscheidend dafür, ob Sie ein bestimmtes Präparat bedenkenlos einnehmen können oder nicht, ist nicht nur der Wirkstoff selbst, sondern auch der Zeitpunkt in der Schwangerschaft, zu dem das Medikament eingenommen werden soll. Bestimmte Impfungen dürfen in der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden.
Schlafmittel, Antibiotika, Psychopharmaka
Im ersten Schwangerschafts¬drittel können besonders Medikamente zur Behandlung von Anfallsleiden und bestimmte Antibiotika negative Auswirkungen auf die Schwangerschaft und das Ungeborene haben. Im zweiten und dritten Drittel der Schwangerschaft sind es wiederum einige Antibiotika, die Ihrem Kind potenziell schaden können. Um den Entbindungstermin sollten Sie stark wirksame Schlafmittel sowie Psychopharmaka ebenfalls nur nach Rücksprache mit Ihrem Frauenarzt einnehmen.
Bei der Einnahme von Medikamenten zu Behandlung von Krebserkrankungen (Zytostatika) ist während der gesamten Schwangerschaft eine strenge Überwachung und Rück¬sprache mit dem zuständigen Frauenarzt nötig.
Sollte sich Ihr Arzt in einem Fall einmal nicht sicher sein, kann er Rücksprache mit der Beratungsstelle für Embryo-Toxikologie in Berlin halten (Tel.: 030 30308111), die einen speziellen Beratungsdienst für Ärzte zu Medikamentenfragen und Fragen zu Diagnoseverfahren in Schwangerschaft und Stillzeit anbietet. Weitere Informationen zu dem Beratungsdienst können unter www.bbges.de abgerufen werden.
Impfungen
Grundsätzlich sind alle Impfungen mit so genannten Totimpfstoffen, z.B. Hepatitis-, Tetanus- sowie Grippeschutzimpfungen, unbedenklich. Vorsicht ist hingegen geboten bei Impfungen mit Lebendimpfstoffen. So darf gegen Röteln, Windpocken, Tuberkulose oder Gelbfieber in der Schwangerschaft nicht geimpft werden. Informationen zu Impfungen während der Schwangerschaft erteilt auch das Robert Koch-Institut (www.rki.de)










